E-Plus und ich
Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Opfer von Bauernfängern werden würde, aber ich war mir dessen wohl zu sicher und bin es nun doch geworden.
Ende letzten Jahres (da war ich durch Mängel und Fehler in der Online-Kundenbetreuung schon nicht mehr ganz so begeistert von E-Plus) erhielt ich einen Anruf von E-Plus mit dem Angebot, auf den Base-Tarif umzusteigen. Ich hätte davon nur Vorteile: Mein Mindestumsatz von 15€ im Monat würde zwar auf 25€ angehoben, dafür könnte ich kostenlos rund um die Uhr ins deutsche Festnetz und ins E-plus/Base-Netz telefonieren und sms versenden und dazu wäre noch die Abfrage der mailbox umsonst.
Ich wusste natürlich sofort, warum gerade ich angerufen wurde, hatte ich doch die letzten Monate fast ausschließlich Kontakte im O2- und D2-Netz angerufen und meine mailbox noch nie verwendet. Einem Freund von mir hatten sie auch das Angebot gemacht und wollten ihm von den ungeheuren Ersparnissen überzeugen, wobei er doch jeden Monat Probleme hatte, seinen Mindestumsatz von ebenfalls 15€ überhaupt zu erreichen, wohingegen ein anderer Bekannter noch nicht einmal auf Anfrage den Tarif auf Base umstellen durfte. Wahrscheinlich weil er fast täglich Anrufe ins E-Plus- und Festnetz tätigt, aber das ist nur eine Vermutung, die ich selbstverständlich nicht beweisen kann.
Für mich war dieses Angebot allerdings attraktiv, da ich von allen meinen Kontakten auch die Festnetznummer hatte und hoffte, so meine monatlichen Kosten senken zu können. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt schon, dass ich im März diesen Jahres ins Ausland gehen würde und ließ mir daher versichern, dass sich trotz Tarifwechsels meine Vertragslaufzeit, die im April enden sollte, bei fristgerechter Kündigung nicht verlängern würde.
Die erste Überraschung erhielt ich zusammen mit der neuen sim-Karte: Die Servicenummer war für Nutzer des Base-Tarifs nicht mehr kostenlos, die sim-Karte musste jedoch über jene Nummer aktiviert werden. Etwa 4€ später konnte ich dann die Karte benutzen und war tatsächlich in der Lage, meine Telefonkosten zu senken.
Ich möchte euch jetzt nicht weiter mit Geschichten über falsche Abrechnungen des ersten Monats, eine weitere Verschlechterung des Services und durch die komplette Laufzeit hindurch fehlende Auflistung der Kosten in der Online-Kundebetreuung aufhalten, das fällt bei mir inzwischen unter völlig normales Verhalten von Telefon-/Mobilfunkanbieter; worauf es mir ankommt war nämlich die Art, wie man mich bei der Kündigung sozusagen reingelegt hat. Und das schlimmste daran ist, dass ich zum Teil auch noch selbst daran schuld bin.
Ich schrieb also mehr als zwei Monate vor dem Ende der Vertragslaufzeit eine Kündigung und nach einer längeren Wartezeit bekam ich dann auch die Bestätigung von E-Plus/Base. Nun dachte ich, überrscht darüber, dass es keine weiteren Probleme gegeben hatte, dass die Sache erledigt wäre und kümmerte mich nicht weiter darum.
Als jedoch auch nach Ende der Laufzeit Geld von meinem Konto abgebucht wurde, ließ ich meine Bank dieses zurückbuchen und mein Konto für Abbuchungen von E-Plus/Base sperren. Ich schrieb auch einen Brief an die Kundenbetreuung, statt einer Antwort bekam ich jedoch ein automatisches Schreiben mit der Auffordernung, das Verhalten meiner Bank zu erklären oder das fällige Geld zu überweisen. Ansonsten würde der Fall an die Mahnabteilung weitergereicht werden.
Ich rief also meine Schwester in Deutschland an, damit sie mir meine Unterlagen darüber raussucht und was musste sie feststellen? E-Plus/Base hatten mir meine Kündigung zwar bestätigt, aber nicht für den April diesen Jahres sonder für 2007.
Auffällig ist noch, dass in meiner Kündigung lediglich der Monat genannt ist, in der Kündigungsbestätigung aber das exakte Datum, an dem mein Vertrag ausgelaufen wäre. Nur eben ein Jahr zu spät.
Nach langer Beratung mit einer Juristin kam ich zu der Einsicht, dass mein Widerspruch wohl vor Gericht kommen würde und dass das Unternehmen dort den längeren Atem hat. So entschied ich mich schweren Herzens, das zurückgebuchte Geld wieder an E-Plus/Base zu überweisen, meine Schwester anzuweisen, die sim-Karte so ausgiebig wie möglich zu nutzen und mir vorzunehmen, den Fall bei meiner Rückkehr nach Deutschland an den Verbraucherschutz weiter zu reichen.
Ich kann also jedem nur raten, nicht den selben Fehler zu machen und alles dreimal zu lesen. Ein einziges Zeichen hat mich etwa 75€ ohne Gegenleistung gekostet. Vielleicht zeigt sich E-Plus/Base ja so kulant, mir zumindest für die Monate, in denen das Handy nicht genutzt wurde, einen Gutschein über die Grundgebühr auszuschreiben, ob ich danach aber jemals wieder etwas von ihnen wissen will, ist zweifelhaft.
Ende letzten Jahres (da war ich durch Mängel und Fehler in der Online-Kundenbetreuung schon nicht mehr ganz so begeistert von E-Plus) erhielt ich einen Anruf von E-Plus mit dem Angebot, auf den Base-Tarif umzusteigen. Ich hätte davon nur Vorteile: Mein Mindestumsatz von 15€ im Monat würde zwar auf 25€ angehoben, dafür könnte ich kostenlos rund um die Uhr ins deutsche Festnetz und ins E-plus/Base-Netz telefonieren und sms versenden und dazu wäre noch die Abfrage der mailbox umsonst.
Ich wusste natürlich sofort, warum gerade ich angerufen wurde, hatte ich doch die letzten Monate fast ausschließlich Kontakte im O2- und D2-Netz angerufen und meine mailbox noch nie verwendet. Einem Freund von mir hatten sie auch das Angebot gemacht und wollten ihm von den ungeheuren Ersparnissen überzeugen, wobei er doch jeden Monat Probleme hatte, seinen Mindestumsatz von ebenfalls 15€ überhaupt zu erreichen, wohingegen ein anderer Bekannter noch nicht einmal auf Anfrage den Tarif auf Base umstellen durfte. Wahrscheinlich weil er fast täglich Anrufe ins E-Plus- und Festnetz tätigt, aber das ist nur eine Vermutung, die ich selbstverständlich nicht beweisen kann.
Für mich war dieses Angebot allerdings attraktiv, da ich von allen meinen Kontakten auch die Festnetznummer hatte und hoffte, so meine monatlichen Kosten senken zu können. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt schon, dass ich im März diesen Jahres ins Ausland gehen würde und ließ mir daher versichern, dass sich trotz Tarifwechsels meine Vertragslaufzeit, die im April enden sollte, bei fristgerechter Kündigung nicht verlängern würde.
Die erste Überraschung erhielt ich zusammen mit der neuen sim-Karte: Die Servicenummer war für Nutzer des Base-Tarifs nicht mehr kostenlos, die sim-Karte musste jedoch über jene Nummer aktiviert werden. Etwa 4€ später konnte ich dann die Karte benutzen und war tatsächlich in der Lage, meine Telefonkosten zu senken.
Ich möchte euch jetzt nicht weiter mit Geschichten über falsche Abrechnungen des ersten Monats, eine weitere Verschlechterung des Services und durch die komplette Laufzeit hindurch fehlende Auflistung der Kosten in der Online-Kundebetreuung aufhalten, das fällt bei mir inzwischen unter völlig normales Verhalten von Telefon-/Mobilfunkanbieter; worauf es mir ankommt war nämlich die Art, wie man mich bei der Kündigung sozusagen reingelegt hat. Und das schlimmste daran ist, dass ich zum Teil auch noch selbst daran schuld bin.
Ich schrieb also mehr als zwei Monate vor dem Ende der Vertragslaufzeit eine Kündigung und nach einer längeren Wartezeit bekam ich dann auch die Bestätigung von E-Plus/Base. Nun dachte ich, überrscht darüber, dass es keine weiteren Probleme gegeben hatte, dass die Sache erledigt wäre und kümmerte mich nicht weiter darum.
Als jedoch auch nach Ende der Laufzeit Geld von meinem Konto abgebucht wurde, ließ ich meine Bank dieses zurückbuchen und mein Konto für Abbuchungen von E-Plus/Base sperren. Ich schrieb auch einen Brief an die Kundenbetreuung, statt einer Antwort bekam ich jedoch ein automatisches Schreiben mit der Auffordernung, das Verhalten meiner Bank zu erklären oder das fällige Geld zu überweisen. Ansonsten würde der Fall an die Mahnabteilung weitergereicht werden.
Ich rief also meine Schwester in Deutschland an, damit sie mir meine Unterlagen darüber raussucht und was musste sie feststellen? E-Plus/Base hatten mir meine Kündigung zwar bestätigt, aber nicht für den April diesen Jahres sonder für 2007.
Auffällig ist noch, dass in meiner Kündigung lediglich der Monat genannt ist, in der Kündigungsbestätigung aber das exakte Datum, an dem mein Vertrag ausgelaufen wäre. Nur eben ein Jahr zu spät.
Nach langer Beratung mit einer Juristin kam ich zu der Einsicht, dass mein Widerspruch wohl vor Gericht kommen würde und dass das Unternehmen dort den längeren Atem hat. So entschied ich mich schweren Herzens, das zurückgebuchte Geld wieder an E-Plus/Base zu überweisen, meine Schwester anzuweisen, die sim-Karte so ausgiebig wie möglich zu nutzen und mir vorzunehmen, den Fall bei meiner Rückkehr nach Deutschland an den Verbraucherschutz weiter zu reichen.
Ich kann also jedem nur raten, nicht den selben Fehler zu machen und alles dreimal zu lesen. Ein einziges Zeichen hat mich etwa 75€ ohne Gegenleistung gekostet. Vielleicht zeigt sich E-Plus/Base ja so kulant, mir zumindest für die Monate, in denen das Handy nicht genutzt wurde, einen Gutschein über die Grundgebühr auszuschreiben, ob ich danach aber jemals wieder etwas von ihnen wissen will, ist zweifelhaft.
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