The Islamic Mein Kampf
Hier gibt es eine sehenswerte Flashanimation über die Wurzeln des Djihadismus.
Wer sich mehr für die Verbindung Nationalsozialismus - radikaler Islam interessiert, dem möchte ich "Djihad und Judenhaß" von Matthias Künzel ans Herz legen.
Detailliert wird in diesem Buch nachgewiesen, dass der Antisemitismus nicht nur eine Beigabe, sondern der Kern des modernen Djihadismus darstellt.
Wer sich mehr für die Verbindung Nationalsozialismus - radikaler Islam interessiert, dem möchte ich "Djihad und Judenhaß" von Matthias Künzel ans Herz legen.
Detailliert wird in diesem Buch nachgewiesen, dass der Antisemitismus nicht nur eine Beigabe, sondern der Kern des modernen Djihadismus darstellt.
Kommentare
eifriger Student
@ 02.09.2007 02:33 CEST
also die Flash-Animation ist mir ein bisschen zu reißerisch, vor allem die Musik verhindert jedes kritische Mit-Denken.
Zum Begriff 'Djihad': es heißt eigentlich 'sich einsetzen auf dem Weg Gottes/oder für Gott', hat also eigentlich nichts mit heiligem Krieg und auch primär nichts mit Gewaltanwendung zu tun. Von daher scheint mir der Buchtitel "Djihad und Judenhaß" seeeehr provokant. Aber ich hab das Buch nicht gelesen.
In den Hadithen (von Mohamed überlieferte Erzählungen) findet sich z.B., dass auch Menschen, die bei einem Erdbeben oder Frauen, die bei der Geburt sterben, Jihad begehen, also sozusagen ein Opfer für Gott. Daher würde ich den Begriff erstmal als ein religöses Konzept auffassen, dass, ohne sich intensiv mit dem Islam zu beschäftigen, nicht so einfach zu verstehen ist. (Vielleicht ist es überhaupt nicht angemessen zu verstehen, ohne die Religion zu praktizieren).
Wie die Muslimbrüderschaft und Al-Qaida dieses Konzept missbrauchen, ist natürlich eine ganz andere Frage. Es scheint mir, dass hier religiöse Überzeugungen (und auch Gefühle) für politische Ziele instrumentalisiert / missbraucht werden.
Du sprichst hier von "Djihadismus", was du genau damit meinst, kann ich nicht nachvollziehen, den Begriff kenne ich bis jetzt noch nicht.
Aber was mir in dem Zusammenhang wichtig ist: Islam und Judenhass sind weder identisch, noch notwendig ineinander verflochten, höchstens historisch und in medienwirksamen Kreisen. Ich bilde mir ja auch keine Meinung über die deutsche Kultur, indem ich die deutsche Aussenpolitik, die deutschen Medien oder die deutsche Geschichte studiere.
Das ist wie Zen, Samurai und Kamikaze als eine paradigmatische Verbindung anzusehen.
Das alles will ich dir natürlich nicht unterstellen, dafür kenn ich dich ja auch zu gut. Nur mal so, als Info.
Übrigens danke für die Bush-Irak-Vietnam-Aufklärung :)
gruß
also die Flash-Animation ist mir ein bisschen zu reißerisch, vor allem die Musik verhindert jedes kritische Mit-Denken.
Zum Begriff 'Djihad': es heißt eigentlich 'sich einsetzen auf dem Weg Gottes/oder für Gott', hat also eigentlich nichts mit heiligem Krieg und auch primär nichts mit Gewaltanwendung zu tun. Von daher scheint mir der Buchtitel "Djihad und Judenhaß" seeeehr provokant. Aber ich hab das Buch nicht gelesen.
In den Hadithen (von Mohamed überlieferte Erzählungen) findet sich z.B., dass auch Menschen, die bei einem Erdbeben oder Frauen, die bei der Geburt sterben, Jihad begehen, also sozusagen ein Opfer für Gott. Daher würde ich den Begriff erstmal als ein religöses Konzept auffassen, dass, ohne sich intensiv mit dem Islam zu beschäftigen, nicht so einfach zu verstehen ist. (Vielleicht ist es überhaupt nicht angemessen zu verstehen, ohne die Religion zu praktizieren).
Wie die Muslimbrüderschaft und Al-Qaida dieses Konzept missbrauchen, ist natürlich eine ganz andere Frage. Es scheint mir, dass hier religiöse Überzeugungen (und auch Gefühle) für politische Ziele instrumentalisiert / missbraucht werden.
Du sprichst hier von "Djihadismus", was du genau damit meinst, kann ich nicht nachvollziehen, den Begriff kenne ich bis jetzt noch nicht.
Aber was mir in dem Zusammenhang wichtig ist: Islam und Judenhass sind weder identisch, noch notwendig ineinander verflochten, höchstens historisch und in medienwirksamen Kreisen. Ich bilde mir ja auch keine Meinung über die deutsche Kultur, indem ich die deutsche Aussenpolitik, die deutschen Medien oder die deutsche Geschichte studiere.
Das ist wie Zen, Samurai und Kamikaze als eine paradigmatische Verbindung anzusehen.
Das alles will ich dir natürlich nicht unterstellen, dafür kenn ich dich ja auch zu gut. Nur mal so, als Info.
Übrigens danke für die Bush-Irak-Vietnam-Aufklärung :)
gruß
Erstmal vorweg: Es ist jetzt etwas spät und meine Konzentration lässt langsam nach, daher muss ich mich kurz fassen:
Ich wollte beim Veröffentlichen meines posts noch auf den übertriebenen Pathos hinweisen, ging aber davon aus, dass das nichts zur Sache tut. Aber du hast natürlich Recht, so was kann sich negativ auf die Wirkung ausüben.
Djihad hat im Koran und in den Hadithen mehrere Bedeutungen. Die von dir genannten, dann einige schwer deutbare und eben auch die Anwendung von Gewalt gegen "Ungläubige". In jedem mir bekannten Krieg islamischer Armeen gegen nichtislamische, manchmal sogar auch gegen andere Islamische wurde zum Djihad aufgerufen.
Mich würde noch interessieren, ob Christoph Luxenberg darüber etwas geschrieben hat. Er ist bisher der einzige, der den Koran auf der Basis seiner Ursprache - dem syrisch-aramäischen - analysiert hat. Es wäre bestimmt interessant, wo das Wort herkommt und wie es ursprünglich gemeint war.
Mit Djihadismus meine ich die seit dem 20 Jahrhundert verwendete politische Legitimation von Gewalt und Terror gegen Ungläubige (was nicht notwendigerweise Nicht-Moslems sein müssen). Es kann natürlich sein, dass der Begriff auch anderweitig verwendet wird, nur habe ich ihn bisher in keinem anderen Kontext gesehen.
Dass Islam und Judenhass nicht identisch sind, ist unbestreitbar. Dennoch nehmen die Juden bereits im Koran eine besondere Stellung unter den "Ungläubigen" ein. Sie werden als besonders hinterhältig und feige dargestellt und mehr als einmal wird zum Mord an ihnen aufgerufen (wenn du Interesse daran hast, kann ich dir die entsprechenden Textstellen nennen - aber erst morgen ;) ).
Daher ist die Basis für den Judenhass im Islam bereits in seinem Ursprung verankert und, meiner Meinung nach, vom Islam auch nicht zu trennen (In Pakistan z.B., wo noch nie Juden gesiedelt haben, haben über 85% der Einwohner eine antisemitische Einstellung).
Durch die Beobachtung des Verhaltens von Muslimbruderschaft und Konsorten kann ich den islamischen Kulturkreis nicht bewerten, da hast du Recht. Ich erlaube mir aber - und da mag ich nun richtig oder falsch liegen, ich weiß es nicht - anhand der Reaktionen des Kulturkreises auf eben Genannte, Rückschlüsse auf die Kultur zu ziehen (für eine generelle Islamkritik habe ich auch das falsche Fach studiert).
Zumal der Islam ja eine Sonderstellung unter den Religionen einnimmt, da er eher ein Gesamtpaket aus Religion, Gesellschaftssystem und Politik darstellt.
Ich fange an auszuschweifen, daher mache ich hier mal Schluss.
Wir können das Ganze ja auch mal bei einem Pint bequatschen, wenn du mich endlich mal besuchen kommst.
Grüße
SP
PS:
In der Bibel gibt es auch einige leicht judenfeindliche Textstellen - wenn ich mich nicht irre bei Paulus - die aber bei weitem nicht so hasserfüllt wie die im Koran sind. Der eigentliche christliche Antijudaismus entstand später.
(Aber wohl noch vor der Entstehung des Islam, was mit einer der Gründe für dessen Judenfeindlichkeit sein könnte, da der Islam ja aus einem Teil der altchristlichen Kirche entstanden ist - aber das Thema überlasse ich wohl besser den Profis)
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