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Vietnam - Niederlage für wen?

Nachdem es immer mehr tote amerikanische Soldaten gab, nachdem auch Beweise für amerikanische Kriegsverbrechen ans Tageslicht kamen, kippte die Stimmung. Hunderttausende besuchten Anti-Kriegs-Demonstrationen, Gelder wurden gekürzt und am Ende kam es zum Abzug der Amerikaner aus Indochina.
Mit den Bildern der Evakuierung des letzten diplomatischen Personals aus Saigon im April 1975 verbinden die Meisten seitdem die große militärische Niederlage der USA.

Doch wer waren die wirklichen Verlierer?
Ich würde behaupten, nicht die USA, sondern die Einwohner Vietnams und Kambodschas (letztere hatten vorher schon mit der roten Khmer zu tun), die fortan der Willkür und Grausamkeit eines kommunistischen Regimes ausgeliefert waren.

Wie so oft zeigten so genannte Aufständige ihr wahres Gesicht und wie so oft wird das gerne aus der Erinnerung verdrängt.

Wer also gegen Krieg im Namen der Demokratie ist, sollte sich Alternativen einfallen lassen und nicht einfach nur den Abzug von Truppen fordern, wenn es schon zu deren Einsatz gekommen ist. Von Ersterem habe ich noch nichts Brauchbares vernommen (nein, gar nicht erst einzugreifen ist für einen Demokraten keine wirkliche Alternative) während Letzteres eine Menge über die wahren Absichten der Fordernden aussagt.

Krieg ist immer schlecht, aber leider viel zu oft die bestmögliche Lösung!
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