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Energie trotz Anschlags

Nachdem vor zwei Tagen Terroristen aus dem Gaza-Streifen einen Anschlag auf das Treibstoff-Terminal Nahal Oz verübt hatten, bei dem zwei israelische Arbeiter ermordet worden waren, hat Israel angekündigt, Gaza weiterhin über dieses Terminal mit Treibstoff zu versorgen.
Das ist nicht das erste Mal, dass palästinensische Terroristen ihre eigene Versorgung torpedieren. So ist das Kraftwerk bei Ashkelon, das den Großteil des Energieverbrauchs in Gaza abdeckt, immer wieder Ziel von Raketenangriffen und vor einigen Jahren musste ein Industrieprojekt an der Grenze, das den Bewohnern des Gaza-Streifens Arbeitsplätze beschaffen sollte, nach wiederholten Angriffen eingestellt werden (Quellen folgen).

Im Folgenden die Pressemitteilung der israelischen Botschaft zum Anschlag auf Nahal Oz:

Der Überfall auf Nahal Oz
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Der Treibstoff-Terminal Nahal Oz an der Grenze zum Gaza-Streifen ist gestern Ziel eines palästinensischen Terroranschlags geworden, bei dem zwei israelische Zivilisten ermordet wurden. In Israel macht man die Terrororganisation Hamas für den Überfall verantwortlich und kündigt gleichzeitig die Fortsetzung der humanitären Hilfe für die palästinensische Bevölkerung in Gaza an.

Nahal Oz ist der einzige Treibstoff-Terminal des Gaza-Streifens. Der Terminal wird von dem Unternehmen Dor Alon betrieben und liegt an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Israel, nördlich des Übergangs Karni. Jede Woche werden hier 754 000 Liter Benzin, 800 000 Liter Verkehrsdiesel und 2.2 Millionen Kraftwerkdiesel transferiert.

Der Angriff auf den Terminal zielte auf eine Schädigung der einzigen Treibstoffpipeline des Gaza-Streifens.

Das israelische Außenministerium nahm gestern wie folgt Stellung:

„Israel betrachtet die Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, als verantwortlich für den heutigen (09.08) Terroranschlag auf den Nahal Oz-Treibstoff-Terminal. Die Hamas trägt die Verantwortung für diesen Angriff und wird auch die Konsequenzen tragen.

Die heutige Attacke zeigt einmal mehr, dass die Terroristen in Gaza nicht nur Israelis angreifen, sondern auch versuchen, die zivile Infrastruktur zu schädigen, die ein normales Leben in Gaza erlaubt. Es ist offensichtlich, dass das Ziel der Terroristen darin besteht, so viele Israelis wie möglich zu töten und gleichzeitig jedes Beispiel der Koexistenz von Israelis und Palästinensern - wie die Übergange zwischen Israel und dem Gaza-Streifen eines darstellen - zu untergraben.

Israel liefert den Bewohnern des Gaza-Streifens täglich Lebensmittel, Treibstoff, Medikamente, Equipment und andere humanitäre Güter. Die Terroristen, die heute den Treibstoff-Terminal angegriffen haben, versuchen diese Aktivität zu behindern und schaden damit dem Leben und dem Wohlergehen der Bewohner Gazas.

Israel wird entscheiden, wie es sich verteidigen und gegen die Terrororganisationen, ihre Befehlshaber und Operatoren, vorgehen wird. Gleichzeitig wird Israel seine Bemühungen zur Verhinderung einer humanitären Krise in Gaza fortsetzen.“

Seit der Machtübernahme der Hamas im Juni 2007 wurden 20 732 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern (487 530 Tonnen) von Israel in den Gaza-Streifen transferiert. Unter dem folgenden Link findet sich eine genaue Auflistung der Hilfslieferungen des vergangenen Monats: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2008/Humanitarian+
assistance+transferred+to+Gaza+4-Mar-2008.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 09.04.08)

Die Opfer von Nahal Oz
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Bei den beiden Opfern des Terroranschlags am Treibstoff-Terminal in Nahal Oz handelt es sich um Oleg Lipson (37) und Lev Cherniak (53) aus Beer Sheva. Anders als den Fahrern der Tanklastzüge gelang ihnen die Flucht nicht. Sie wurden aus nächster Nähe erschossen und regelrecht von Kugeln durchsiebt.


Oleg Lipson Lev Cherniak

Oleg Lipson wurde in Tashkent geboren und wanderte 1991 nach Israel ein, wo er seine spätere Frau kennen lernte. Seine Verwandten bezeichnen ihn als Familienmensch, hingebungsvollen Vater und treuen Ehemann. Nachdem er keinen Studienplatz für Medizin bekommen hatte, nahm er gemeinsam mit seinem Freund Lev Cherniak die Arbeit in Nahal Oz auf. Sie arbeiteten stets Seite an Seite und verbrachten auch nach Dienstschluss viel Zeit miteinander.

Lev Cherniak stammte aus St. Petersburg und wanderte ebenfalls 1991 nach Israel ein. Nach Auskunft eines Nachbarn war er immer fröhlich aufgelegt und hatte einen guten Sinn für Humor.

Lipson hinterlässt seine Frau Jana und den 10jährigen Sohn Leon, Cerniak seine Frau Irena und die 12jährige Tochter Leah sowie eine ältere Tochter aus früherer Ehe, die mit ihrer Mutter in Deutschland lebt.

(Außenministerium des Staates Israel, 09.04.08)
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