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Buch-Tipp des Monats – April 2009

Ich habe durch eigenes Verschulden das System auf meinem Computer neu aufsetzen müssen und bin immer noch dabei Sicherungskopien, die ich über die letzten zwei Jahre an verschiedenen Orten versteckt habe, auszugraben und einzuspielen.

Daher gibt es heute nur einen Buchtipp:

"The Chilling Stars: A New Theory of Climate Change" von Nigel Calder und Henryk Svensmark.

Ein gut geschriebener Bericht über die Entwicklung einer kontroversen Idee über die Hauptursache des Klimawandels. Das Buch berichtet von ersten Überlegungen vor etwa 15 Jahren über Zweifel und offene Fragen bis hin zu einer umfassenden Theorie, die nicht nur die größeren und kleineren Klimaveränderungen über mehrere Milliarden Jahre hinweg erklären kann, sondern auch für aktuelle Entwicklungen und das Antarktisparadoxon (die Temperaturen in der Antarktis entwickeln sich in der Regeln gegenläufig zu denen der restlichen Welt) nachvollziehbare und logische Gründe nennen kann.

Das Buch ist gut aufgebaut und ohne Hysterie geschrieben, was bei dem Thema eigentlich schon nicht mehr denkbar war. Trotz des wissenschaftlichen Hintergrunds ist es ohne weitere Vorkenntnisse lesbar, da auch die Grundlagen der Gegner dieser Theorie erklärt werden. Nicht nur die Entwicklung der Idee wird beschrieben, es wird auch von den vielen Steinen berichtet, die den Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit in den Weg gelegt wurden. Der wissenschaftliche Berater unserer Kanzlerin spielt dabei auch eine Rolle:

"[…] The lead author was Stefan Rahmstorf of the Potsdam Institute for Climate Impact Research. The article began by doubting the effect of cosmic rays on climate, relying on an out-of-date attempt to deny it. And as the critics had not read their own article very carefully, Shaviv and Veizer were able to rebut many other points by repeating what they wrote originally.
[...] Rahmstorf and his fellow critics suggested that a graph of sea-surface temperatures had been manipulated to emphasise variations matching the cosmic rays. Here the rebuttal was like a rap on the critics’ fingers: 'The calculated temperature trends ... were already published in Veizer at al. (1999, 2000), in total ignorance of Shaviv’s future work.'
"

Wer an einer wissenschaftlichen Debatte interessiert ist und diese nicht durch Aktionismus und Panikmache ersetzt sehen will, sollte sich dieses Buch etwas genauer ansehen. Bei solchen Themen ist es natürlich auch wichtig, eine aktuelle Ausgabe zu haben. In meiner Version von 2008 kam z.B. ein neues Kapitel hinzu, das sich mit aktuellen Entwicklungen beschäftigt.
Wegen Übersetzung und Buchpreisbindung mehr als doppelt so teuer gibt es das Buch übrigens auch auf Deutsch.

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Die Dinge geregelt kriegen

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Schafft die UN ab!

Bei Welt online findet sich ein tolles Plädoyer von Hannes Stein gegen die Vereinten Nationen. Ich kann mich seiner Meinung wirklich anschliessen: es wird Zeit, dass die westlichen Nationen die UN verlassen und sich Gedanken über eine bessere Organisation machen.

(h/t)

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Der Weg zur Finanzkrise

Bei "eigentümlich frei" findet man eine sehr interessante Artikelreihe über die Probleme und Entscheidungen, die letztendlich zur derzeitigen Finanzkrise führten.

Wirklich lesenswert:

Teil 1: Teilreserve, der legalisierte Betrug

Teil 2: Der Staat als Inflationsbläser

Teil 3: Schuldenmachen im Namen des Volkes

Teil 4: Wie die Politische Klasse eine Krise erschafft

Teil 5: Der Zusammenbruch des Politisierten Systems

Teil 6: Weiter auf dem Weg zur Knechtschaft

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Stimmenkauf

Nichts anderes dürfte die Idee der SPD, jedem der keine Steuererklärung abgibt 300 Euro zu schenken, sein.
Da ich nicht davon ausgehe, dass die SPD-Abgeordneten das aus der eigenen Tasche zahlen, werden die 300 Euro wohl von Steuergeldern bezahlt, die vorher aber erst mal erhoben werden müssen. Und die Begründung "Bürokratieabbau" ist ja nun sowas von an den Haaren herbeigezogen, dass sich mir die Nackenhaare stellen.

Nein, eine radikale Vereinfachung des Steuersystems und damit ein echter Bürokratieabbau in Verbindung mit einem Bürgergeld oder gar der negativen Einkommenssteuer (und damit weiteren Einsparungen, da die ganze Harz IV / Sozialhilfe – Schose wegfiele) ist ein ehrlicherer Ansatz, von dem die mittleren und unteren Einkommen viel mehr hätten, als von dieser populistischen Idee kurz vor den Wahlen.

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Keynesiasmus widerlegt

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"Die Wut auf Banker ist nichts als Selbstekel"

Ein lesenswertes Interview mit dem Londoner Bürgermeister über die G20 Demonstrationen, die Wirtschaftskrise und freien Handel findet sich in der FAZ.

Er mag vor seiner Amtszeit als Clown bekannt gewesen sein, aber mit jedem neuen Tag beweist er doch, dass er als Bürgermeister mehr taugt als Ken Livingston.

(h/t)

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Die Lösung der Wirtschaftskrise

Einen lesenswerten Ansatz zur Lösung der Wirtschaftskrise gibt euckenserbe bei den "Freunden der offenen Gesellschaft".

Aber wie er selbst gehe ich nicht davon aus, dass seine vier Punkte (Zinsen erhöhen, Steuern senken, Niederstwertprinzip einführen, Insolvenzrecht für Banken) beim Weltfinanzgipfel in Erwägung gezogen werden.

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