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Patentrezept gegen "Die Armut"

Ich bin z.Z. auf einer Konferenz in Stockholm und habe gerade eine Präsentation abgeliefert, die mit Sicherheit nicht zu meinen Besseren gehörte (das Interesse an meiner Arbeit war im Anschluss aber überraschend groβ). Weil mich dann auch noch der Chairman der Session mit wertlosen Verbesserungsvorschlägen, wie meinen Namen nicht noch einmal selbst nennen, wenn ich bereits von ihm vorgestellt wurde (hätte er ihn richtig ausgesprochen, hätte ich das vielleicht sein lassen) oder den Namen nicht auf jeder Folie zeigen, weil "that can upset the people" (1. ist jede Folie von mir, also kommt da auch mein Name drauf und 2. habe ich das so gelernt, weil sich Zuhörer keinen Namen merken können, der am Anfang mal genannt wird), belästigte, habe ich mich kurz zurückgezogen um im Internet zu schmökern.

Da hat der paritätische Wohlfahrtsverband doch glatt einen Armutsatlas herausgebracht, der noch wertloser ist, als die Vorschläge des Chairmans. "Bewusst manipuliert" könnte man auch zur Beschreibung verwenden, aber man will ja niemandem etwas unterstellen und es würde nur von der Dämlichkeit des ganzen Prinzips ablenken.

In Anlehnung an den Vorschlag eines Ministerpräsidenten, der mir gerade nicht mehr einfällt, habe ich hier das Patentrezept gegen "Die Armut":

Die oberen 15% Verdiener müssen das Land umgehend verlassen!

Damit wäre man auf einen Schlag die Armut los. Gut, die Leute würden dann kurze Zeit später in absoluter Armut versinken, aber relativ wären sie dann endlich gleich reich.

Kommentare (1)  Permalink

Kommentare

Stefan @ 28.05.2009 15:12 CET
Dazu passt ja die schöne Erklärung auf der Seite:
"Der Charme einer Karte liegt in ihrer selbsterklärenden Wirkung. Der Mensch ist ein „Augentier", und er kann anhand von Karten sofort Zusammenhänge, eine Ballung ungünstiger Merkmale, gewissermaßen die „Hinterhöfe" in Deutschland, unmittelbar erkennen."

Ich hab übrigens 7 Jahre meines Lebens in Armut gelebt, ging mir aber trotzdem die letzten Jahre blendend dabei :D

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