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UN möglich (9)

UNO-Soldaten salutieren Terroristen.

Verwundert bin ich nicht.
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Luftschlag gegen Iran

In letzter Zeit ist es hier ein wenig still geworden. Das tut mir leid, aber irgendwie befinde ich mich gerade in meinem ganz persönlichen Sommerloch.

Deswegen gibt es heute nur einen Lesetipp:

Eine Zusammenfassung taktischer Betrachtungen für einen israelischen Luftschlag gegen den Iran gibt es beim antibuerokratieteam zu lesen.
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Apartheidsstaat Israel

Von den europäischen Medien weitestgehend ignoriert wurde eine aktuelle Studie der Harvard University mit dem Titel "Koexistenz in Israel".

77% der befragten Araber gaben an, lieber in Israel als in einem anderen Land der Welt zu wohnen. (Deutsche Quelle)

Neu ist dieses Ergebnis nicht, gab es doch schon vor 2 Jahren einen guten Artikel darüber. Es dürfte wohl erneut einem Wunder gleichkommen, wenn die Ergebnisse der Studie von einem größeren Teil der Europäer wahrgenommen würden. Ressentiments schüren ist eben einfacher, als sich zu informieren.

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Was nun EU?

Zurzeit sieht es danach aus, dass die Iren gegen die EU-Verfassung den EU-Vertrag gestimmt haben.

Laut dem irischen Europa-Minister Dick Roche sollte es in dem Vertrag um mehr Demokratie gehen. Das funktioniert aber nicht, wenn man, um ihn einzuführen, die Demokratie aushebeln will. Unabhängig davon, was in dem Vertrag stand, bin ich nämlich froh, wenn am Ende die Nein-Stimmen überwiegen.
Inhaltlich wurde an der gescheiterten EU-Verfassung anscheinend nicht viel geändert und da die EU-Bürger schon damals dagegen waren (zumindest die Mehrheit derer, die überhaupt darüber abstimmen durften) hat man das Teil einfach umbenannt und keine Abstimmung im Volk geplant.
Zum Glück hat sich Irland doch dazu entschieden, das Volk darüber abstimmen zu lassen. Sollte es nun bei dem Nein bleiben, stellt sich die Frage wie es mit der EU weitergehen soll. Von einem Plan B habe ich nämlich noch nichts gehört.
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Wie frei ist die ARD wirklich?

"Folter, Todesstrafe, Wahlpannen – Wie frei sind die USA wirklich?"

So der Titel des heutigen Auslandsberichts der ARD, der schon nichts Gutes ahnen lässt.

Dass der Bericht vom MDR kommt, der ja in Sachen Antiamerikanismus (unter anderem) die "Mutteranstalt" noch übertrifft, möchte ich mal ignorieren (man hat ja keine Vorurteile), aber der einleitende Satz macht einem gleich klar, woran man hier ist:

Beim Kampf für Demokratie und Menschenrechte vergessen die USA ihre Probleme im eigenen Land.

Aha. Statt also fremden Völkern Freiheit zu bringen und die der Europäer, die sie schon des Öfteren aus der Scheiße gezogen haben, zu garantieren, sollen die Amis doch endlich mal im eigenen Land für Ordnung sorgen. Das wird aber auch Zeit, schließlich haben sie die Demokratie schon länger am Stück laufen als die europäischen Länder zusammen.

Am Ende des ersten Abschnitts heißt es

In diesem Jahr haben nur 90 der insgesamt 193 Staaten das Gütesiegel "frei" erhalten, darunter auch die Vereinigten Staaten selbst.

Und weiter

Aber was heißt das eigentlich? Wie viele demokratische Grundrechte sind im sogenannten Krieg gegen den Terror durch die Regierung Bush bereits aufgeweicht worden?

Ich möchte jetzt nicht darauf herumreiten, dass es in den USA, im Gegensatz zu Deutschland/Europa, eine echte Gewaltenteilung gibt, weswegen die "Regierung Bush" keine Gesetze beschließen oder gar die Grundrechte aufweichen kann. Das ist schließlich ein Fauxpas, der einem Washington-Korrespondenten des öffentlich rechtlichen Rundfunks doch mal passieren kann. Viel interessanter finde ich seine Überraschung, dass die USA auch als frei eingestuft wurde. Aber frei ist nicht gleich frei, also muss es wohl einen Trick geben, wie die USA das wieder hinbekommen haben.

Den ersten Hinweis liefert der Vizechef von Freedom House (der NGO die die Länder nach frei, teilweise frei und unfrei einstuft):

"Wir stoßen bei unserer Arbeit auf Vorbehalte gegenüber den Vereinigten Staaten und sogar auf Entfremdung", sagt Stuart Eizenstat, früherer US-Botschafter bei der EU und heute Vizechef von Freedom House. "Unsere natürlichen Verbündeten im Einsatz für Demokratie und Menschenrechte fragen sich, ob unser Land überhaupt noch das Vorbild ist, als das es in früheren Zeiten immer galt."

Wenn sich schon die Europäer fragen, ob die USA noch ein Vorbild sind, kann da wirklich etwas nicht stimmen. Freedom House wird zwar hauptsächlich von der US-Regierung finanziert, aber die ARD kann die Leser beruhigen:

Als Zeichen ihrer Unabhängigkeit studierte Freedom House ausgiebig die Defizite im eigenen Land

Und immerhin haben sie ja die "88-jährige Journalistenlegende Helen Thomas" zu ihrer Buchvorstellung eingeladen,

die scharfzüngig und äußerst Bush-kritisch bis heute aus dem Weißen Haus berichtet und bei jeder Pressekonferenz vom US-Präsidenten ignoriert wird

Wer Bush-kritisch ist und noch dazu von ihm ignoriert wird, kann ja nur einer von den Guten sein. Scharfzüngig macht sie uns auch sofort klar, was in den USA nicht stimmt:

"Wir haben das verdient. Man schafft Freiheit nicht mit vorgehaltener Pistole. Oder wie im Irak durch einen Krieg, der illegal, unmoralisch und nicht zu rechtfertigen ist." Die Passivität des Kongresses, der Medien und einfachen Bürger habe dazu geführt, dass Menschenrechte beschnitten wurden - ohne dass es einen öffentlichen Aufschrei gab.

Ich lese zwar nur die Onlineausgaben von zwei amerikanischen Zeitungen regelmäßig, aber ich habe da einen ganz anderen Eindruck als die Journalistenlegende. Es gab nicht nur öffentliche Aufschreie am laufenden Band, sondern unter anderem auch Beschlüsse des Supreme Court, die die Regierung zurückpfiffen. Außerdem achten die Abgeordneten des Repräsentantenhauses und die Senatoren eifersüchtig auf ihre Rechte. Von Passivität kann da keine Rede sein. Was der Irakkrieg nun mit den Zuständen in den USA zu tun haben soll, erschließt sich wahrscheinlich auch nur Journalisten inside the beltway (womit auch der MDR-Korrespondent gemeint ist).

Weiter im Text:

Guantanamo und Abu Graib, das Abhören von US-Bürgern und geheime CIA-Gefängnisse in aller Welt gehören zu einer Sicherheitspolitik, die vermutlich weitere Terroranschläge auf die USA verhindert hat. Gleichzeitig schränkt diese Politik aber demokratische Grundrechte ein.

Das Abhören von US-Bürgern ist einer der Fälle, in denen die Judikative die Exekutive zurückgepfiffen hat. Erlaubt bleibt das zwar weiterhin, abhören darf aber nur der Kongress – die Legislative - und das auch nur unter bestimmten Vorraussetzungen. Das mag man gut oder schlecht finden, die Amerikaner haben aber mit der Direktwahl der Abgeordneten bessere Möglichkeiten als z.B. wir Deutschen, um dem einen Riegel vorzuschieben.

Die restlichen Beispiele des Abschnitts handeln mal wieder von Dingen, die sich außerhalb der USA abspielen. Dass die Vorgänge in Abu Graib nicht als das Werk Einzelner, sondern als Teil der Sicherheitspolitik der US-Regierung dargestellt werden, dürfte auf Dummheit, miserabler Recherche oder bewusster Falschdarstellung beruhen. Aber an Gefängnissen, egal ob sie geheim, im Ausland oder unter meinem Bett zu finden sind, zu bemängeln, dass sie die demokratischen Grundrechte einschränken, ist nun wirklich der Gipfel, werden sie doch genau dafür gebaut.

Bei einer genauen Analyse der Fehlstände in den USA darf natürlich der Rassismusvorwurf nicht fehlen:

"Ein Schwarzer landet mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu drei im Gefängnis - während der landesweite Schnitt bei 1:37 liegt."

Dass für einen Schwarzen die Wahrscheinlichkeit höher ist, ins Gefängnis zu kommen, dürfte daran liegen, dass im Verhältnis zum Anteil an der Bevölkerung (zum Teil sogar absolut) mehr Straftaten von Schwarzen und von Männern begangen werden (übrigens ist der Großteil der Opfer auch schwarz). Laut U.S. Department of Justice liegt die Wahrscheinlichkeit ins Gefängnis zu kommen für schwarzen Männer bei 28,5%, für weiße Männer bei 4,4%, für schwarze Frauen bei 3,6% und für weiße Frauen bei 0,5%. Bedenkt man, dass 62% der Ersttäter in Bundesgefängnissen und 31% in Staatsgefängnissen wegen Drogenbesitzes verhaftet wurden und dass 50% aller wegen Drogenbesitz Verhafteter schwarz sind, obwohl sie nur etwa 12% der Bevölkerung stellen, sehen die Statistiken schon etwas anders aus.

Zugeben, die Zahlen im Artikel wurden von der NGO zitiert, aber nach der Qualität des restlichen Berichtes zu urteilen würde es mich wenig wundern, wenn das Zitat so zusammengekürzt wurde, dass am Ende das gewünschte Ergebnis dasteht. Quellen werden bei der ARD keine angegeben, also kann ich das leider nicht überprüfen.

Wir nähern uns dem Ende des Artikels, aber irgendetwas fehlt doch noch.

Zu den Demokratiedefiziten gehört nach Ansicht von Freedom House auch die Todesstrafe, die in den meisten anderen Demokratien längst abgeschafft ist.

Richtig, die Todesstrafe. Das Thema darf natürlich nicht fehlen, wenn man die Vereinigten Staaten in die Pfanne hauen möchte. Ich bin ja auch im Allgemeinen gegen die Todesstrafe, aber dass manche Staaten der USA sie anwenden ist für mich kein Zeichen von Demokratiedefizit. Im Gegenteil. Die Todesstrafe gibt es in den Staaten, in denen die vom Bürger direkt gewählten Abgeordneten dafür sind und da sie selbstverständlich wieder gewählt werden wollen, vermeiden sie tunlichst Entscheidungen, die ihnen vom Wähler krumm genommen werden. Es wird die Kapitalstrafe in den einzelnen Staaten also genau so lange geben, wie die Bürger dort es wollen. Und das finde ich nun wirklich demokratisch.

Da ich am letzten Absatz des Artikels nichts auszusetzen habe, möchte ich zu meiner Anfangsfrage zurückkommen: Wie frei ist die ARD wirklich?

Kaum werden die USA oder ihr Präsident erwähnt, können die Angestellten des öffentlich rechtlichen Rundfunks nicht anders, als ihren antiamerikanischen Reflexen zu folgen.

Oder ist es gar kein persönlicher Zwang, sondern man möchte, den marktwirtschaftlichen Gesetzen folgend, dem Kunden das sagen was er gerne hört? Spiegel, Süddeutsche und Konsorten zeigen ja auch nicht mehr Objektivität. Aber nein, man zahlt die GEZ ja (bzw. ihr zahlt und ich benutze das "Angebot" als Schmarotzer ;) ), um eine umfassende und objektive Informationsquelle für alle Bürger zu gewährleisten und nicht, um einem im besten Falle mittelmäßig organisierten Unternehmen einen Wettbewerbsvorsprung zu geben. Also ist die Voreingenommenheit der Journaillen doch pathologisch…


PS: Irgendwie hat sich das Format ziemlich verzogen, ich werde demnächst mal probieren, das zu korrigieren.

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Hisbollah schlägt UN in die Flucht

Das Leben als Blauhelm ist schon schwer, gerade in der UNIFIL. Da muss man sich schon dauernd anhören, dass die Hisbollah ihr Arsenal ungestört wieder aufstocken konnte und dann kann man noch nicht einmal so tun, als ob man seinen Auftrag ernst nehmen würde, weil die Jungs das nicht zulassen.
Haben die denn etwa schon vergessen, dass man sie im letzten Krieg mit den Positionen der israelischen Armee versorgt hat und sie sogar die Strom- und Wasserversorgung von UN-Grenzposten benutzen ließ? Ganz schön undankbar.
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UN möglich (8)

Hier sind einige interessante Videos von "Eye on the UN" (via) über die Sonderbehandlung mancher Staaten und das Unterdrücken bestimmter Aussagen im UN Menschenrechtsrat:

14. Sept. 2007
11. Dez. 2007
24. Jan. 2008
13. März 2008
26. März 2008
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Keine Gentechnik gegen Hunger

Der Artikel "Warum kehrt der Hunger zurück?" auf der ARD Homepage beschreibt Ursachen und Hintergründe der aktuellen Hungerwelle in der dritten Welt. Mittlerweile hat man sich sogar dazu durchgerungen, den Biospritanbau (m.E. der Hauptgrund) als eine der Ursachen zu benennen - keine Selbstverständlichkeit beim öffentlich rechtlichen Rundfunk. Durch den Klimawandel bedingte Umweltkatastrophen (!) haben selbstverständlich nie als Ursache gefehlt und auch bei diesem Artikel werden sie auch zuerst genannt.
Vergeblich sucht man jedoch weiterhin Hinweise auf den Protektionismus der EU (und meines Wissens auch der USA), der z.B. hohe Zölle auf importierte Agrarprodukte bewirkt hat, während durch vom europäischen Steuerzahler durch Subventionen künstlich verbilligte (und so überhaupt erst konkurrenzfähig gemachte) Produkte den Markt der dritten Welt mit Preisen überschwemmen, gegen die die dortigen Produzenten nicht mithalten können. Dass die Verbraucher sich für das günstigere Produkt entscheiden ist natürlich und gut. Dass sie sich die Produkte aber nicht mehr leisten können, wenn die Preise, aus welchen Gründen auch immer, bei uns steigen und es keine Alternativen gibt, da es kaum ortsansässige Produzenten gibt, liegt meiner (Laien-) Meinung aber daran, dass die Märkte nicht geöffnet wurden, die Globalisierung in diesem Bereich also noch nicht einmal begonnen hat.
Am Ende des ARD-Artikels wird noch auf die Gentechnik eingegangen. Grüne Gentechnik ist eine der Technologien, die die meisten Leben gerettet hat. Milliarden von Menschen wurde der Hungertod erspart und eine Verbreitung genmanipulierter Pflanzen, die im Gegenteil zur landläufigen Meinung sogar gesünder als nicht veränderte Pflanzen sind, könnte die Erträge der Ernten wiederum erhöhen.
Bei der ARD klingt das Ganze allerdings so:

Mit Hilfe der Gentechnik könnte das Ernährungsproblem gelöst werden. So zumindest versprechen es die Forschungschefs von Agrarkonzernen. Die Welthungerhilfe sieht das kritisch: "Da wird über die Hintertür versucht, die Gentechnik den Entwicklungsländern aufs Auge zu drücken. Aber das ist nicht die Lösung des Problems", sagt Welthungerhilfe-Pressesprecherin Sabine Pott gegenüber tagesschau.de.

Mal davon abgesehen, dass der zweite Satz suggeriert, dass es sich hier nur um die Meinung von Lobbyisten handelt, finde ich schon interessant, was die Pressesprecherin der Welthungerhilfe davon hält. Natürlich ist Gentechnik nicht DIE Lösung des Problems, sondern ein Teil der Lösung und der am einfachsten zu realisierende noch dazu. Anstatt dies zu begrüßen, verlegt sich die Welthungerhilfe lieber auf Polemik (Gen=schlecht), hat als Alternativen jedoch nur Entwicklungshilfe, die in den letzten Jahrzehnten die Macht etlicher Despoten gesichert hat, parat. Aber vielleicht ist es nicht die in Deutschland gerade moderne Technologiefeindlichkeit, die die Welthungerhilfe zu solchen Sätzen verleitet, sondern vielmehr pure Existenzangst. Ohne Welthunger gibt es nämlich keine Welthungerhilfe und das kann doch wirklich niemand wollen.
Da fällt mir noch eine Reportage über den Wiederaufbau nach dem Tsunami in Indonesien ein. Da hat sich die Welthungerhilfe beschwert, dass es nicht genügend Spendengelder gibt und diese zum Großteil nicht vernünftig eingesetzt werden können, da sie an einen bestimmten Zweck gebunden wären. Dass sie sich jedoch einen komplett neuen Fuhrpark geleistet hatten, ist selbst dem Kommentator aufgefallen...


Weitere Artikel zum Thema:

Das tägliche Brot

Global warming rage lets global hunger grow

EU defends biofuel goals amid food crises

Rising food prices could be a blessing in disguise
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Flüchtlinge im Nahen Osten

Das Video ist noch nicht online, aber hier ist schon mal das Statement von UN Watch vor dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zum Thema Rassismus und historische Wahrheit. Der Redner ist einer von fast einer Million durch den Arabisch-Israelischen Konflikt hervorgebrachten Flüchtlinge, die alle kein Rückkehrrecht (mal abgesehen davon, ob sie das wollen oder nicht) oder gar Entschädigungen bekommen. Obwohl sie tatsächlich allen Grund hatten, um ihr Leben zu fürchten und die Mehrheit von ihnen nicht einfach ein paar Kilometer weit "umgesiedelt" ist, um den arabischen Armeen bei ihrer Arbeit nicht im Weg zu stehen, wird das auch nirgends thematisiert.
Das liegt daran, dass es sich erstens um jüdische Flüchtlinge handelt und diese zweitens die israelische Staatsbürgerschaft bekamen und alles unternommen wurde, sie zu integrieren, anstatt sie als Politikum im Elend zu halten.

Hier also schon einmal die Rede, das Video wird nachgereicht:

Thank you, Mr. President.

We thank the Special Rapporteur for his work against racism, and address two areas of his report.

Dr. Diene, in Addendum 1 you mention Libya’s treatment of ethnic minorities. In Addenda 3 and 4, you envision a multicultural society based on two principles: respect for historical truth and non-discrimination against minorities.

As a victim of Libyan discrimination, I agree: only with historical truth can we build a better future.

Today I wear my traditional ethnic dress to celebrate my heritage, but also to mourn its destruction.

One million Jews lived in the Middle East at the turn of the century. Today, less than five thousand remain.

Their plight has been ignored by the international community.

Their story is my story.

In 1948, there were thirty-six thousand Jews living in Libya. Today, there are none.

During the 1967 war between Israel and her Arab neighbors, mobs took to the streets and shouted, “Edbah el Yehud!” — “Slaughter the Jews!”

They burned my father’s warehouse and came to burn our home.

An honorable Muslim neighbor stopped them, and saved our lives.

The government ordered the expulsion of all Jews from Libya, where my family had lived for hundreds of years. They confiscated our homes and all our assets.

We were given this one-way travel document — never allowed to return.

My family was put on a bus to the airport. The bus driver got out, and tried to burn the bus with us in it. We were rescued from death by two Christian friends.

I come here today bearing no hatred -- only these historical truths:

  • Jews have been an indigenous people of the Middle East for over 2,500 years.

  • On the basis of race and religion, Arab regimes subjected Jews to arbitrary arrest, confiscation of property and expulsions. This is fully documented in this report by Justice for Jews from Arab Countries.

  • The UNHCR has ruled that Jews fleeing from Arab countries were ‘bona fide’ refugees, victims of the Arab-Israeli conflict.

Dr. Diene, your report envisions a future of tolerance and equality. Applying the principles you set forth, we trust you will examine the actions of Libya and other Middle Eastern countries that forced out their Jewish minorities.

Like in South Africa, only the acknowledgment of truth and history will lead to reconciliation.

Thank you, Mr. President.
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Energie trotz Anschlags

Nachdem vor zwei Tagen Terroristen aus dem Gaza-Streifen einen Anschlag auf das Treibstoff-Terminal Nahal Oz verübt hatten, bei dem zwei israelische Arbeiter ermordet worden waren, hat Israel angekündigt, Gaza weiterhin über dieses Terminal mit Treibstoff zu versorgen.
Das ist nicht das erste Mal, dass palästinensische Terroristen ihre eigene Versorgung torpedieren. So ist das Kraftwerk bei Ashkelon, das den Großteil des Energieverbrauchs in Gaza abdeckt, immer wieder Ziel von Raketenangriffen und vor einigen Jahren musste ein Industrieprojekt an der Grenze, das den Bewohnern des Gaza-Streifens Arbeitsplätze beschaffen sollte, nach wiederholten Angriffen eingestellt werden (Quellen folgen).

Im Folgenden die Pressemitteilung der israelischen Botschaft zum Anschlag auf Nahal Oz:

Der Überfall auf Nahal Oz
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Der Treibstoff-Terminal Nahal Oz an der Grenze zum Gaza-Streifen ist gestern Ziel eines palästinensischen Terroranschlags geworden, bei dem zwei israelische Zivilisten ermordet wurden. In Israel macht man die Terrororganisation Hamas für den Überfall verantwortlich und kündigt gleichzeitig die Fortsetzung der humanitären Hilfe für die palästinensische Bevölkerung in Gaza an.

Nahal Oz ist der einzige Treibstoff-Terminal des Gaza-Streifens. Der Terminal wird von dem Unternehmen Dor Alon betrieben und liegt an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Israel, nördlich des Übergangs Karni. Jede Woche werden hier 754 000 Liter Benzin, 800 000 Liter Verkehrsdiesel und 2.2 Millionen Kraftwerkdiesel transferiert.

Der Angriff auf den Terminal zielte auf eine Schädigung der einzigen Treibstoffpipeline des Gaza-Streifens.

Das israelische Außenministerium nahm gestern wie folgt Stellung:

„Israel betrachtet die Hamas, die den Gaza-Streifen kontrolliert, als verantwortlich für den heutigen (09.08) Terroranschlag auf den Nahal Oz-Treibstoff-Terminal. Die Hamas trägt die Verantwortung für diesen Angriff und wird auch die Konsequenzen tragen.

Die heutige Attacke zeigt einmal mehr, dass die Terroristen in Gaza nicht nur Israelis angreifen, sondern auch versuchen, die zivile Infrastruktur zu schädigen, die ein normales Leben in Gaza erlaubt. Es ist offensichtlich, dass das Ziel der Terroristen darin besteht, so viele Israelis wie möglich zu töten und gleichzeitig jedes Beispiel der Koexistenz von Israelis und Palästinensern - wie die Übergange zwischen Israel und dem Gaza-Streifen eines darstellen - zu untergraben.

Israel liefert den Bewohnern des Gaza-Streifens täglich Lebensmittel, Treibstoff, Medikamente, Equipment und andere humanitäre Güter. Die Terroristen, die heute den Treibstoff-Terminal angegriffen haben, versuchen diese Aktivität zu behindern und schaden damit dem Leben und dem Wohlergehen der Bewohner Gazas.

Israel wird entscheiden, wie es sich verteidigen und gegen die Terrororganisationen, ihre Befehlshaber und Operatoren, vorgehen wird. Gleichzeitig wird Israel seine Bemühungen zur Verhinderung einer humanitären Krise in Gaza fortsetzen.“

Seit der Machtübernahme der Hamas im Juni 2007 wurden 20 732 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern (487 530 Tonnen) von Israel in den Gaza-Streifen transferiert. Unter dem folgenden Link findet sich eine genaue Auflistung der Hilfslieferungen des vergangenen Monats: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Communiques/2008/Humanitarian+
assistance+transferred+to+Gaza+4-Mar-2008.htm

(Außenministerium des Staates Israel, 09.04.08)

Die Opfer von Nahal Oz
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Bei den beiden Opfern des Terroranschlags am Treibstoff-Terminal in Nahal Oz handelt es sich um Oleg Lipson (37) und Lev Cherniak (53) aus Beer Sheva. Anders als den Fahrern der Tanklastzüge gelang ihnen die Flucht nicht. Sie wurden aus nächster Nähe erschossen und regelrecht von Kugeln durchsiebt.


Oleg Lipson Lev Cherniak

Oleg Lipson wurde in Tashkent geboren und wanderte 1991 nach Israel ein, wo er seine spätere Frau kennen lernte. Seine Verwandten bezeichnen ihn als Familienmensch, hingebungsvollen Vater und treuen Ehemann. Nachdem er keinen Studienplatz für Medizin bekommen hatte, nahm er gemeinsam mit seinem Freund Lev Cherniak die Arbeit in Nahal Oz auf. Sie arbeiteten stets Seite an Seite und verbrachten auch nach Dienstschluss viel Zeit miteinander.

Lev Cherniak stammte aus St. Petersburg und wanderte ebenfalls 1991 nach Israel ein. Nach Auskunft eines Nachbarn war er immer fröhlich aufgelegt und hatte einen guten Sinn für Humor.

Lipson hinterlässt seine Frau Jana und den 10jährigen Sohn Leon, Cerniak seine Frau Irena und die 12jährige Tochter Leah sowie eine ältere Tochter aus früherer Ehe, die mit ihrer Mutter in Deutschland lebt.

(Außenministerium des Staates Israel, 09.04.08)
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